Ende der meisten Einschränkungen

Generalitat beschließt, die aktuellen Maßnahmen nicht weiter zu verlängern. Das bedeutet das Ende der meisten Einschränkungen

KATALONIEN, EUROPA PRESS. Die katalanische Regierung ist bei ihrer wöchentlichen Krisensitzung zu einer überraschen Entschluss gekommen. Danach sollen die aktuell geltenden Regelungen zur Eindämmung von Covid19-Pandemie sollen nicht wie angekündigt, um eine weitere Woche verlängert werden. Nachdem die Generalitat bereits am 20. Januar beschlossen hatte, die Ausgangssperre in Katalonien aufzuheben. So steht das Ende der meisten Einschränkungen, wie die Limitierung bei privaten Treffen und in verschiedenen Bereichen bevor.

Laut einer Pressemitteilung ist man der Ansicht, dass “die derzeitige Situation die Aufhebung fast aller vor Weihnachten verhängten Maßnahmen ermöglicht.” Jedoch werden sie zu einem Zeitpunkt aufgehoben, in die Ansteckungen durch die Omicron-Variante weiter für Rekordzahlen sorgen. Glücklicherweise wirken sich die hohen Zahlen neuer Fälle von Coronavirus nicht auf die Auslastung der Intensivstationen der Krankenhäuser aus.

Katalonien, mit den restriktivsten Maßnahmen

Die Beschränkungen, dessen Aufhebung nun beschlossen wurden, traten am 24. Dezember in Kraft, um die Ausbreitung der Omicron-Variante einzudämmen. Ursprünglich wurden die Maßnahmen für zwei Wochen bis zum 7. Januar vorgeschlagen.

Während der Ankündigung der Beschränkungen vor Weihnachten sagte der Präsident der Generalitat, Pere Aragonès, dass sie „wichtig“ und „angemessen“ seien. Dabei forderte er andere autonome Gemeinschaften auf, ähnliche Regelungen zu beschließen, um die sechste Welle schnellstmöglich unter Kontrolle zu bringen. Einige Regionen folgten Kataloniens Beispiel und führten ähnliche Maßnahmen ein, andere, wie beispielsweise die Comunidad de Madrid, taten nichts dergleichen.

Ab Mitternacht vom Donnerstag auf Freitag, 28. Januar, werden fast alle Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise keine Gültigkeit mehr haben. Einzige Ausnahme dabei bildet der Sektor der Nachtgastronomie. Einrichtungen wie Diskotheken und Nachtclubs bleiben weiterhin geschlossen. Verantwortliche der Regierungsvertreter stehen allerdings bereits mit Vertretern des Sektors in Gesprächen über eine Wiederöffnung des Nachtlebens.

Aufgehoben wird dagegen unter anderem die Beschränkung auf 10 Personen bei privaten bzw. sozialen Zusammenkünften. Auch der Gastronomie kann aufatmen. Die Begrenzung auf 50% der üblichen Kapazität in Innenbereichen von Bars und Restaurants. Ab Freitag werden sie dann sowohl auf Terrassen als auch in geschlossenen Bereichen ihren Gästen wieder alle Plätze anbieten können. Auch kulturelle Einrichtungen wie Theater, Kinos, Sportanlagen und der Einzelhandel müssen sich dann nicht mehr auf die vorgeschriebenen 70% beschränken. Diese Regelung, die auch seit Ende Dezember galt, fällt ab dem 28. Januar ebenfalls weg.

Im gleichen Zuge fällt auch die Vorschrift weg, dass kulturelle Aktivitäten um 0.30 Uhr enden und die Gastronomie schließen muss.

Covid-Zertifikat

Was das Pflicht der Vorlage des Covid-Zertifikats in verschiedenen Sektoren betrifft, wurde noch keine Entscheidung getroffen. Der katalanische Gesundheitsminister Josep Maria Argimon hat einen Bericht darüber in Auftrag gegeben, ob dies weiterhin erforderlich ist.

Weiterhin mit Mund-Nasen-Schutz

Auch wenn in Katalonien das Ende der meisten Einschränkungen bekanntgegeben wurde, bleibt das Tragen von Masken weiterhin Pflicht. Diese Vorschrift gilt in öffentlich zugänglichen Einrichtungen, aber auch im Freien. Sie bleibt weiter bestehen, da sie von der Zentralregierung für das gesamte Land beschlossen wurde


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